Wahlen Sachsen-Anhalt 2026
Die AFD gewinnt die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Was genau bedeutet das für die Einwohner und die gesamte politische Lage Sachsen-Anhalts? Was will die AFD umsetzen?

Am 06.09.2026 waren die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die AFD hat mit 43,8% die Wahlen gewonnen, dadurch kratzten sie knapp an der Mehrheit der Landtagssitze und damit dem Recht, viele Gesetze ohne Einverständnis der anderen Parteien durchzusetzen. Aber was genau bedeutet das jetzt für Sachsen-Anhalt? Im Großen und Ganzen geht es um die mögliche Veränderung der Migrationspolitik, den Umbau von Bildung und Kultur und um die Einflussnahme auf Medien.
Veränderungen in der Migrationspolitik:
Erstmals hat die Partei angekündigt, dass sie mehr Druck auf Migranten, die ausreisepflichtig sind, ausüben möchte. Außerdem möchte die AFD die „Geldleistungen“, also den direkten Erhalt von Geld abschaffen und stattdessen „Sachleistungen“, also zum Beispiel den Erhalt von Gutscheinen oder Kleidung, einführen. Hierbei sollen jedoch alle Leistungen gestrichen werden, wenn die Identität der Geflüchteten nicht eindeutig geklärt werden kann, zum Beispiel durch einen fehlenden Ausweis. Auch sollen Sachleistungen für illegale Einwanderer, die über sichere Drittstaaten eingereist sind, komplett gestrichen werden.
Umbau von Bildung und Kultur:
Pläne der AFD im Schulwesen sind, Kinder mit Migrationshintergrund in Sonderklassen zu beschulen und die Anzahl von Migrant*innen in „normalen“ Klassen auf maximal 10% zu reduzieren. Das Argument der AFD hierfür ist, dass die Schüler*innen aufgrund ihrer unterschiedlichen Deutschkenntnisse dank der Trennung schneller lernen würden. Ein weiteres Argument Argument der AFD ist, zu signalisieren, dass der Aufenthalt in Deutschland für die Kinder mit Migrationshintergrund nur vorübergehend ist. Natürlich wird dieses Thema stark kritisiert: So verstößt dieses Vorhaben der AFD gegen Kinderrechte wie dem Diskriminierungsverbot oder die UN-Kinderrechtskonventionen. Auch sollen nach dem Wunsch der AFD Förderungen wie „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ entfallen und eine „patriotische Kulturpolitik“ soll etabliert werden.
Einflussnahme auf Medien und Behörden:
Von der AFD ist angestrebt, dass es eine stärkere Kontrolle bei öffentlichen Medien sowie die Überprüfung freier Radiosender geben wird. Ein wichtiger Punkt ist, dass die AFD Einfluss auf Behörden und Polizei nehmen möchte, was sie durch den Wechsel einiger wichtiger Regierungssitze durchführen wollen.
Viele Bürger*innen haben Angst vor einem rechtsextremen Staat, weil Frauen, viele Hilfsorganisationen und vor allem Migrant*innen durch die Vorstellungen der AFD eingeschränkt werden könnten. Aber auch wenn die AFD einige angsteinflößende Dinge verspricht, können sie den Großteil ihrer Vorhaben nicht so einfach durchsetzen. So ist es zum Beispiel schwierig, die geplanten Abschieberegelungen umzusetzen, da sie gegen Grundrechte und Asylrechte verstoßen und auch die Einwilligung der anderen Parteien benötigen, weil sie keine absolute Mehrheit haben.
Autor: to.rö
Bild: to.rö
Quellen:
Info zur Migration:
Mr. Wissen2go (YouTube)
Info zur Bildung:
www.tagesschau.de
Info zu den Medien:
Mr. Wissen2go (YouTube)
Prozente der Parteien:
www.tagesschau.de

